Potsdamer Spaziergänge
1. Von der Glienicker Brücke zum Holländischen Viertel
Wir fangen unseren Spaziergang auf dieser, durch Film und Literatur bekannten Brücke an. Hier wurden während der Zeiten des “Kalten Krieges” Spione ausgetauscht. Das ist die Grenze zwischen Berlin und Potsdam, welche im Laufe der Jahre Garnison-, Residenz- und Beamtenstadt war. Die Könige haben an beiden Seiten der Brücke, an den Ufern der Havel Ihre Sommerresidenzen gebaut.
Von hier aus gehen wir durch den Neuen Garten, im Gegensatz zum „alten“ Garten Sanssouci so genannt. Es war der erste Landschaftsgarten in Brandenburg und wurde Ende des XVIII. Jahrhunderts angelegt, ein freimaurerisch symbolträchtiger Park.
Nicht weit vom Ende des Parks entfernt, erreichen wir das einzig erhaltene barocke holländische Viertel außerhalb der Niederlande in der Potsdamer Altstadt, wo wir unseren Spaziergang beenden.
Eine Brücke nach Potsdam
2. Altstadt
Friedrich der Große, auch der Philosoph auf dem Thron genannt, liebte Potsdam so sehr, dass er die Garnisonsstadt seines Vaters in eine Residenzstadt umwandelte.
Mitte des XVIII. Jahrhunderts ließ er den Sommerpalast Sanssouci erbauen, berühmt für seine barocken Gärten und die Tafelrunden mit den Aufgeklärten, die in seinem Hof wohnten, unter anderem Voltaire und Maupertuis.
Er beendete den Bau des Holländischen Viertels, restaurierte die Häuserfassaden der barocken Stadt und war tolerant gegenüber dem Mikrokosmos von Bürgern aus ganz Europa, die nach Potsdam kamen und hier ihre Religionen praktizierten.
Ausgehend vom alten Stadtkern erkunden wir Potsdam vom Altmarkt bis zu den Stadttoren.
Ein Spaziergang durch die barocke Stadt.
3. Von Alexandrowka zur Glienicker Brücke
Anfang des XIX. Jahrhunderts schenkte der Zar Alexander I. dem König Friedrich Wilhelm III. eine Gruppe von russische Sängern, die ihn während einer Kriegskampagne begleitet hatten. Für sie ließ der König die Kolonie Alexandrowka errichten, dreizehn Häuser im russischen Stil, die das Dorf Glasovo in der Nähe von Sankt Petersburg imitierten. Nördlich des Dorfes auf dem Kapellenberg ließ er die Alexander-Newski-Kirche von seinem Architekt Karl Friedrich Schinkel bauen, eine kleine russische Kapelle mit neoklassischen Elementen.
Von dort aus gehen wir auf den Pfingstberg, wo Friedrich Wilhelm IV. ein imposantes Belvedere errichten ließ, zwei Türme, von denen man an klaren Tagen bis nach Berlin schauen kann.
Wir gehen hinunter zum Neuen Garten, laufen am Cecilienhof vorbei, Ort der Potsdamer Konferenz und erreichen dann die Glienicker Brücke.
Ein Spaziergang durch Potsdamer Landschaften

